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Am 4. September riefen mich und weitere “Hoheiten” aus der Region “königliche” Verpflichtungen nach Eberswalde zum Brandenburg-Tag.
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Rein zufällig habe ich dort meinen Lieblingssohn Friedrich getroffen, der mich mit viel Hallo seinen mitgereisten Kameraden der Handwerkerschaft vorstellte.
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20. Sept.2004: Letzte Meldung aus der königlichen Kämmerei: Das Kleid ist fertig, die Kassen leer und die fähige Schneiderin vom Zeuthener “Hexenstich” zur “Königlichen Hofgarderobenmanufakteuse” ernannt.
Eine Frage bleibt nur noch offen: Wie und wann sag´ ich es meinem König?
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Am 25.September ist es endlich soweit, das Highlight in meiner bisherigen “königlichen Karriere”:
Schlossfest Königs Wusterhausen
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Ein sonniger Herbsttag strahlte mit den Tausenden Besuchern und den vielen Akteuren um die Wette: Petrus liess sich nicht lumpen und spendierte zum königlichen Spektakel das passende Kaiserwetter.
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“Rückkehr von der Jagd” hiess das Motto des diesjährigen Schlossfestes. Und so fuhr Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I (gespielt von Heinz Borchert), angeführt von seinen Langen Kerls und begleitet von den Treibern mit der Jagdbeute, den Jägern und der adligen Hofgesellschaft pünktlich um zehn Uhr an seinem Schloss Wusterhausen vor.
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Was inzwischen im Schloss geschah: Durch meine Zofen wurde ich in das neue Gewand geschnürt, geschminkt, gepudert und mit Hilfe der anwesenden Frisöre die Festtagsperrücke montiert. Währenddessen wuselten auf dem Schlosshof die Kindergartenkinder, allerliebst als Lange Kerls en miniature oder Blumenkinder kostümiert, herum und warteten auf ihren großen Auftritt. Dann endlich, das ersehnte Trompetensignal vom Schlossturm, und ich schritt, die Kinder voran, mein Hofstaat in gebührendem Abstand hinterher, meinem König entgegen.
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Meine Kammerzofen müssen mir beim Einstieg in die Kutsche behilflich sein, dieser großzügig geschnittene Reifrock mitsamt der Krinoline will doch durchaus nicht durch den Einstieg passen.
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Der König war ob der erfolgreichen Jagd äußerst wohlgelaunt und ich nutzte die Gunst der Stunde, ihm den Kahlschlag in der Staatskasse für meine Festausstattung zu gestehen.Zu meiner Erleichterung nickte er wohlwollend, konnte es sich aber auch nicht verkneifen, die entstandenen Ausgaben in “Kerls” umzurechnen.
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das Schlossensemble, Riesenandrang zur Schlossbesichtigung und viel Betrieb auf dem Handwerkermarkt. Selbst der Regen am Abend tat der guten Laune keinen Abbruch. Seinen furiosen Ausklang nahm das Fest am späten Abend mit einem Feuerwerk im Schlossgarten.
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König und Königin hoffen, daß es allen Beteiligten, sowohl den Zuschauern als auch den Akteuren, genausoviel Vergnügen bereitet hat, wie uns. Mein besonderer Dank gilt Jürgen Popig, der sich um die künstlerische Vorbereitung des Schlossfestes und natürlich bei der Anfertigung der königlichen Garderobe verdient gemacht hat und an Werner Popp, der die meisten Fotos zu dieser Seite beisteuerte. Merci, merci an alle und au revoir in zwei Jahren!
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